Auf Tuchfühlung mit einer solidarischen Landwirtschaft

Besuchstag am 12. Oktober 2019

 

 

Am Samstag 12. Oktober 2019 haben bei strahlendem Herbstwetter etliche LeNa-Mitglieder die Mithilfe in der solidarischen Landwirtschaft ausprobiert. Für viele Teilnehmende war dies das erste Mal, dass sie auf einem richtigen Bauernhof mit Händen und Füssen in der Erde arbeiteten. Es ging um die Unterstützung des Eulenhofs in Möhlin bei der Randen-, Kürbis- und Rettichernte, und damit verbunden war ein Erfahrungsaustausch und gegenseitige Information zu den beiden Projekten LeNa und SoLiLa.

Am Anfang gab es eine ca. einstündige Information durch Samuel und Tabea von der Hofgruppe. Auf dem  Eulenhof bewirtschaftet der Verein "Solidarische Landwirtschaft Eulenhof" mit knapp 100 Mitgliedern derzeit 21 Hektar am Ortsrand von Möhlin, ca. 20 Bahnminuten von Basel. Die Mitglieder erhalten produzierte Lebensmittel an verschiedenen Abholstellen im Baselbiet  (Basel: Riehenstrasse 74) im Abonnements-System und leisten pro Mitglied zusätzlich zu ihrem Monatsbeitrag im Durchschnitt 16 Stunden jährlich Unterstützungsarbeit auf dem Hof. 

Das Potenzial für Wachstum und eine Versorgung von 200 weiteren Mitgliedern und einem Restaurant ist nach Einschätzung des Vereins gegeben. Die Obergrenze mit der jetzt verfügbaren Anbaufläche wird bei ca. 500 Personen gesehen.  Neben verschiedensten Hochstammobst- und Gemüsesorten und diversen Kräutern hat der Hof derzeit Getreide, Schafe und Milchvieh sowie 20 Kastanienbäume (Marroni), Heidelbeeren und seit neustem Aronia-Beeren in der Erzeugung. Die Perspektiven der weiteren Entwicklung wurden den LeNa-Mitgliedern in grosser Offenheit präsentiert - unter anderem steht die Möglichkeit einer eigenen Genossenschafts-Gründung für das nächste Frühjahr im Raum.

In der eigentlichen Landwirtschaft werden die Möglichkeiten von Agroforstsystemen erforscht und es wird über ein Abonnement für Milchprodukte nachgedacht. Der Verein ist offen, um Kooperationsmöglichkeiten mit LeNa auszuloten und nimmt übrigens auch noch neue Mitglieder auf (solila.ch).

 

Ein paar O-Töne aus unserer Gruppe:

  • „Es macht Spass. Ein sehr interessanter Hof!“
  • „Total spannend. Die Leute sind so offen!“
  • „Es ist toll mal mit den Händen zu arbeiten. Macht man sonst ja nicht mehr.“
  • „Die Grösse ist gerade richtig.“ „Man kann sich überall frei bewegen.“
  • „Das einzige was sicher ist, ist der Wandel.“
  • „Das Essen ist toll.“
  • „Ich schätze jetzt das Gemüse noch mehr, wo ich es selbst geerntet habe.“
  • „Schau mal, ein riesiger Kürbis!“  

Robbi Reisewitz